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Top-Thema
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Mit den sogenannten Grills
oder Grillz, den goldenen und diamantenen Zahnüberzügen,
ist die «Bling-Bling»-Kultur des amerikanischen
Hip-Hop um einen Kultgegenstand reicher geworden. Unter
den Jugendlichen des Ghettos sind die Grills jedoch mehr
als nur Schmuckstücke.
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«Ich stecke mein Geld da
rein, wo mein Mund ist», hat der Hip-Hop-Star Nelly auf
seinem letzten Nummer-eins-Hit, «Grillz», gerappt. «Dreissig
Riesen unten, dreissig weitere Riesen oben.» 30 000
Dollar also für einen goldenen, mit Diamanten besetzten
Zahnüberzug? - Grills, wie die glitzernden Zahnspangen
im Hip-Hop-Jargon heissen, sind nicht nur Sache von
Gangstern und anderen Unterwelt-Grössen. Immer mehr
Jungunternehmer, Schauspieler und Sportler leisten sich
ein diamantenes Lächeln. Auch Rapper wie P. Diddy,
Jermaine Dupri und Lil'Jon, der R'n'B-Sänger Usher oder
selbst der engagierte Hip-Hop-Don Kanye West
demonstrieren ihr Image auch auf den Zähnen.
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Und seit Nellys Ode an die
schmucken Zahnleisten hat das «Bling-Bling», die
Schmuckobsession der Hip-Hop-Kultur, eine neue Popularitätsstufe
erklommen. Auf der Suche nach ein bisschen Extra-Glamour
stürmen nun die Hip-Hop- Fans die Juwelierläden.
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| Grills
sind allerdings mehr als spätkapitalistischer
Narzissmus-Wahn. Im rauen Klima des Ghettos
symbolisieren die Schmuckleisten eine quasimagische Rüstung
- und zeigen mitunter den unbedingten Willen, sich über
alle Widrigkeiten hinweg als Individuum in Szene zu
setzen. Nicht zufällig waren es Rapper aus den ärmsten
Vierteln von New Orleans, die Grills als
internationalen Modetrend lancierten. «Es ist im Süden
Tradition, sich Goldzähne machen zu lassen», erklärt
dazu Rapper Juvenile. «Vater, Onkel, Opa: Sie haben
alle eine Goldspange im Mund. Wenn dein Leben schon
beschissen ist, dann möchtest du eben wenigstens ein
bisschen Glamour zur Schau tragen.» Psychoanalytiker
haben die Grills-Mode als Ästhetisierung eines
Traumas gedeutet. Wenn Zähne unter anderem für
Potenz stehen, dann können goldene Gebisse zumindest
den Anschein von Macht ausstrahlen - als Kompensation
für die oft erniedrigenden Verhältnisse, unter denen
Afroamerikaner der Unterschicht aufwachsen.
Pimp-Culture Bling-Bling, der Schmuck-Kult der
Hip-Hop- Szene, zieht seine Inspiration seit je aus
der Pimp- Culture, der Zuhälter-Kultur: Die
romantische und faszinierend anrüchige Figur des Zuhälters
feiert eine Renaissance im schwarzen Pop. Nicht zufällig,
so glaubt der afroamerikanische Kulturkritiker Robin
D. G. Kelley, taucht der mythologische Pimp immer dann
als Identifikationsfigur auf, wenn das schwarze männliche
Amerika in der Krise steckt. Im Ghetto bietet er oft
das einzige sichtbare Vorbild für materiellen Erfolg
und Selbstbestimmung. |
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Mehr Infos auch im Internet
unter:
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http://www.Grillz4You.de
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http://www.ratgeber-zahn.de
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